Bei uns gibt es einen schönen alten Brauch mit Hausbesuchen, nämlich das Kletzei-Gehen oder Klöpfl-Singen. Freilich müssen die Kinder da noch ein wenig warten, denn dieser Termin ist erst an drei Donnerstagen im Dezember.
Es handelt sich hierbei um einen überlieferten sogenannten Heischebrauch. Arme Leute klopften im Advent an die Türen, um sich den Speisezettel für die Weihnachtstage aufzubessern. Dabei verließen sie niemals die Häuser, ohne einen Segensspruch und ein „Vergelts-Gott“ zu sagen.
Auch heute ziehen Kinder von Haus zu Haus, tragen ihre Sprüche vor und erhalten dafür eine kleine Gabe. So wird dieser alte Brauch lebendig gehalten und an die nächste Generation weitergegeben.
Vielleicht wird dann auch heuer wieder das eine oder andere „Kletzei“ an unserer Haustür anklopfen.
Dabei verließen sie niemals die Häuser, ohne einen Segenspruch und ein Vergelts-Gott zu sagen.